Mein Name bedeutet die Ersehnte. Der Wunsch. Die Sehnsucht. Vielleicht passt das besser zu mir, als ich lange dachte. Denn ich habe mich in meinem Leben immer wieder auf die Suche gemacht: nach meinem eigenen Weg, nach Freiheit und nach dem, was sich wirklich nach mir anfühlt. Ich bin nicht den einfachsten Weg gegangen. Ich bin einfach losgegangen. Und irgendwann habe ich verstanden: Das, wonach ich gesucht habe, musste ich nicht irgendwo finden. Es war die ganze Zeit schon in mir. Meine Aufgabe war nicht, etwas zu finden. Sondern immer mehr mich zu sein.
Ich bin nicht den geraden Weg gegangen
Ich war nie besonders gut darin, das zu tun, was man eben so macht. Mit 20 begann ich meine Ausbildung in Integrativer Kinesiologie. Ich wollte verstehen, was Menschen bewegt nicht nur körperlich, sondern auch das, was darunter liegt. Mich hat schon damals interessiert: Warum reagieren wir, wie wir reagieren? Was hält uns fest? Und was wird möglich, wenn wir beginnen, etwas zu verändern? Und wie verändern wir es? Die Kinesiologie hat mir dafür einen tiefen Einblick gegeben. Aber mir fehlte etwas. Ich konnte vieles sichtbar machen. Doch ich suchte nach einem Weg, wie wir diese Erkenntnisse nicht nur verstehen, sondern über den Körper erleben und im echten Leben verändern können.
Dann kam Yoga.
Und plötzlich hatte ich etwas gefunden, das für mich vieles miteinander verbindet:
Eine Philosophie.
Einen Weg für die tägliche Arbeit mit sich selbst.
Den Fokus auf das Hier und Jetzt dort, wo das Leben tatsächlich stattfindet.
Und Werkzeuge, die Veränderung nicht nur verständlich, sondern möglich machen.
Was wir erkennen, darf durch den Körper gehen. Wir können neue Erfahrungen machen, neue Reaktionen ausprobieren und Schritt für Schritt neue Wege entwickeln. Und genau das habe ich selbst getan. Ich habe Yoga an ganz unterschiedlichen Orten unterrichtet und mit den verschiedensten Menschen gearbeitet: in Berliner Parks, auf dem Ionischen Meer, in Fitnesscentern, im Militär, an Schulen, auf Festivals und schliesslich in meinem eigenen Studio.
Ich habe viel ausprobiert.
Viel gelernt.
Viel verworfen.
Und immer wieder neu gedacht.
Nicht, weil ich keinen Plan hatte. Sondern weil ich neugierig war, herauszufinden, was wirklich funktioniert.
Ich bin viele Wege gegangen.
Manche waren geplant.
Viele nicht.
Aber jeder einzelne hat meinen Blick auf Menschen, Bewegung und Yoga verändert. Und genau daraus ist mit der Zeit meine eigene Art entstanden, Yoga zu unterrichten, Menschen zu begleiten und Yogalehrer auszubilden.
Dann wurde Yoga real
Als ich Mutter wurde und plötzlich alleinerziehend war, bekam Yoga eine ganz andere Bedeutung.
Da war nicht mehr nur die Frage: „Wie fühle ich mich auf der Matte?“
Sondern: Wie bleibe ich bei mir, wenn das Leben gerade alles von mir verlangt?
Wie finde ich Kraft, wenn ich müde bin?
Wie treffe ich Entscheidungen, wenn Angst da ist?
Wie bleibe ich mir treu, wenn der einfache Weg keiner ist?
Ich hatte nicht viel Geld.
Ich hatte Verantwortung.
Ich hatte viele Jobs.
Und ich hatte meinen Sohn.
Aber ich hatte eine Vision. Und irgendwann musste ich aufhören, darauf zu warten, dass ich bereit bin. Also bin ich ins kalte Wasser gesprungen. Ich habe mir mein eigenes Leben aufgebaut nicht weil ich immer wusste, wie es geht, sondern weil ich bereit war, es herauszufinden. Da habe ich verstanden, was Yoga für mich wirklich bedeutet: Nicht weg vom Leben. Sondern mitten darin bei mir zu bleiben.
Meine Emotionen zu spüren, ohne mich von ihnen mitreissen zu lassen.
Meine Gedanken wahrzunehmen, ohne jedem folgen zu müssen.
Meine Sinne bei mir zu behalten
Nicht stundenlang. Sondern immer wieder.
Mein Blick auf Yoga
Die wahre Tiefe von Yoga beginnt dort, wo das echte Leben beginnt.
Yoga ist für mich kein Rückzugsort, an dem wir für 90 Minuten vergessen, was draussen passiert. Yoga gibt uns Werkzeuge für das Leben. Um Dinge anders zu betrachten. Um innezuhalten, wenn wir wieder einmal anders reagiert haben, als wir eigentlich wollten. Um aufzustehen, neu auszurichten und es noch einmal zu versuchen.
Vinyasa bringt Energie, Kraft und Bewegung. Wir kommen ins Fliessen körperlich und manchmal auch wieder mit dem Leben.
Yin führt in die Tiefe. Es schafft Raum für Wahrnehmung, Regeneration und einen bewussteren Umgang mit unseren Gefühlen und Gedanken.
Bewusstheit und kinesiologische Impulse helfen uns, Zusammenhänge zu erkennen und neue Möglichkeiten auszuprobieren. Denn wir verändern uns nicht allein dadurch, dass wir etwas verstehen.Wir verändern uns, wenn wir etwas Neues erleben. Wenn der Körper eine andere Erfahrung macht, können auch neue Reaktionen entstehen.
Und genau dafür ist Yoga da:
Aufstehen. Ausrichten. Wiederholen.
Nicht einmal.
Immer wieder.
Nicht stundenlang.
Sondern so, dass es ins echte Leben passt.
So arbeite ich
Klar. Intuitiv. Fachlich fundiert. Menschlich.
Ich liebe es, komplizierte Dinge einfach zu machen. Ich brauche kein Fachwort, wenn ein klarer Satz mehr bewirkt. Ich filtere heraus, was wirklich wichtig ist, und bringe Inhalte so auf den Punkt, dass sie spürbar und anwendbar werden. Wissen soll nicht nur im Kopf landen.
Es darf im Körper ankommen. Ich glaube, dass meine langjährige Arbeit mit Menschen mir dabei etwas Wichtiges beigebracht hat: Nicht alles, was funktioniert, funktioniert für jeden. Deshalb schaue ich genau hin. Und ich versuche nicht, Menschen in ein System zu bringen. Ich möchte verstehen, was dieser Mensch gerade wirklich braucht.
Und ich habe ein gutes Gespür dafür, wo Menschen feststecken und genauso dafür, welches Potenzial bereits da ist. Ich möchte Menschen nicht sagen, wie sie sein sollen. Ich möchte sie dabei begleiten, selbst herauszufinden, was für sie möglich ist.
Und ja: Humor gehört für mich genauso dazu wie Fachkompetenz.
Und irgendwann wurde daraus etwas Eigenes.
Aus vielen Jahren Unterricht.
Aus der Arbeit mit ganz unterschiedlichen Menschen.
Aus Yoga, Kinesiologie, Körperbewusstsein und meiner eigenen Entwicklung.
Nicht an einem Wochenende. Nicht aus einem fertigen Konzept. Sondern über Jahre des Ausprobierens, Beobachtens und Weiterentwickelns.
So entstand der Feel Free Approach.
Nicht aus dem Wunsch, Yoga neu zu erfinden.
Sondern aus dem Wunsch, Yoga für den Menschen nahbar und im echten Leben erfahrbar zu machen.
Ich habe viel gelernt.
Unterrichtet.
Ausprobiert.
Hinterfragt.
Und vor allem selbst erlebt.
Dabei habe ich gemerkt: Kein System passt für jeden Menschen. Deshalb sehe ich Yoga nicht als starres System, in das wir uns hineinbewegen müssen. Ich sehe Yoga als Werkzeugkasten. Als Möglichkeit, Menschen besser zu verstehen, neue Erfahrungen zu schaffen und herauszufinden, was wirklich gebraucht wird. Ich ehre die Tradition und das Wissen, das vor uns entstanden ist. Aber wie alles im Leben darf auch unsere Arbeit wachsen. Und genau das habe ich getan. Aus meiner Erfahrung mit Menschen, meiner eigenen Entwicklung und meiner Arbeit mit Körper und Bewusstsein ist eine Arbeitsweise entstanden, die Yoga mit Kinesiologie, Körperbewusstsein, Nervensystemarbeit und personenzentrierter Begleitung verbindet.
Nicht mit der Frage: „Wie muss Yoga gemacht werden?“
Sondern: „Was kann Yoga für diesen Menschen möglich machen?“
Denn am Ende geht es nicht darum, ein System perfekt zu beherrschen. Sondern darum, Werkzeuge zu haben, mit denen du deinen eigenen Weg gehen kannst.
Bewusstheit schaffen.
Balance finden.
Entwicklung ermöglichen.
Nicht nur wissen.
Woran ich glaube
Es gibt immer einen Weg.
Ich möchte nicht erzählen, wie das Leben funktionieren soll. Ich möchte zeigen, dass etwas möglich werden kann, wenn du bereit bist, deinen eigenen Weg zu gehen.
Gerade für Mütter.
Und für alle, die irgendwann spüren: Da muss noch mehr möglich sein.
Vielleicht bedeutet Entwicklung, etwas Neues zu lernen.
Vielleicht bedeutet sie, eine Grenze zu sprengen.
Vielleicht bedeutet sie, loszulassen.
Und manchmal musst du erst ins Feuer steigen, verbrennen was dir nicht mehr dient und die Komfortzone verlassen, um herauszufinden, wie viel Kraft in dir steckt.
Der Phönix steht für mich genau dafür:
Wieder aufstehen.
Neu ausrichten.
Weitergehen.
Nicht perfekt. Aber echt. Und dafür steht mein Yoga.
Und jetzt?
Vielleicht brauchst du keinen neuen Menschen aus dir zu machen.
Vielleicht darfst du einfach loslassen, was dir nicht mehr dient.
Und entdecken, was längst in dir steckt.
Ich freue mich, deinen Weg mit dir zu entdecken.
Désirée
Gründerin von Yoga Feel Free
Lead Teacher · Ausbildnerin
Seit 2014 begleite ich Menschen.
Seit 2019 bilde ich Yogalehrer/innen aus.
